Die FMS hat bereits einige Erfahrung mit der Funktion als Veranstalter und anerbot sich auch in diesem Jahr wieder für das Rennen auf dem Gelände im Gewerbepark Breisgau in Freiburg (D). Die Strecke musste umgebaut werden und es steht nicht mehr gleich viel Platz zur Verfügung wie in den vorangegangenen Jahren aber die Strecke bleibt zumindest aus Sicht der Fahrer interessant. Das Fahrerfeld wurde auch für dieses Rennen durch ein paar schnelle Franzosen aufgestockt. Sylvain Bidart, der US-, Französische und Spanische Meister 2009, welcher hinter Cyrill Scheiwiller als Zweiter der Schweizermeisterschaft angereist war, beweist sein Können eindrücklich mit einem Doppelsieg. Es wurde ihm allerdings ebenso eindrücklich präsentiert, dass Scheiwiller und Dupasquier sehr ernstzunehmende Konkurrenten sind, wenn nur das Pech nicht wäre! Dupasquier bleibt weiterhin vom Glück verschont und scheidet im ersten Lauf mit einem Plattfuss aus.
Prestige Das Zeittraining gewinnt Scheiwiller vor Dupasquier und Bidart. Die Superpole konnte allerdings Dupasquier für sich entscheiden. Scheiwiller wird Zweiter vor Bidart. Ob die Poleposition an der Innenseite zur Einfahrt in die erste Kurve aber der optimale Startplatz ist? Den Start zum ersten Lauf kann Dupasquier jedenfalls für sich entscheiden, gefolgt von Bidart und Scheiwiller. Diese Dreiergruppe kann sich bald absetzen und scheint in einer eigenen Klasse zu fahren. Wie schon vorige Woche kann Scheiwiller Bidart von Anfang an mehrmals angreifen und im ersten Renndrittel im Gelände sogar überholen! Dupasquier führt bis zur Rennhälfte hin und erwischt dann hinten einen Plattfuss! Scheiwiller erbt die Führungsposition aber nur eine Runde später verbremst er sich leicht in der langen Asphaltkurve vor Start/Ziel und Bidart kann innen überholen. Scheiwiller bleibt dran und versucht weiterhin zu attackieren aber Bidart gewinnt mit knapp 2s Vorsprung vor Scheiwiller. Dann kommt etwa 20s lang nichts... bis auf dem überraschenden dritten Platz Dani Müller ins Ziel fährt. Vierter wird Julian Becher vor dem Franzosen Guillaume Flandin und Eddy Petard auf seiner optisch wunderschönen Kawasaki. Im zweiten Lauf kann wieder Dupasquier von der Poleposition optimal losfahren und geht erneut in Führung. Diesmal sitzt ihm Bidart im Nacken, gefolgt von Scheiwiller. Scheiwiller kommt Eingangs Gelände an Bidart vorbei und greift in einem Zug nach dem grossen Sprungtisch Dupasquier mittels Blockpass an. Dieses Manöver scheitert im frisch gewässerten Gelände und Scheiwiller rutscht über das Vorderrad weg. Er fällt Dupasquier direkt vor die Räder. Flandin kann profitieren und übernimmt die Führung. Bidart kann anschliessend Dupasquier überholen und kommt auch problemlos an seinen Landsmann Flandin vorbei. Petard, der im ersten Lauf Sechster wurde, arbeitet sich ebenfalls an Dupasquier vorbei und schliesst auf Flandin auf, der aber im Gelände stürzt. Dupasquier bleibt diesmal vom Pech verschont und kann dank seiner konstant schnellen Rundenzeiten Petard wieder zurück überholen. Bidart gewinnt vor Dupasquier, Petard und dem Deutschen Julian Becher. Markus Volz wird Fünfter vor Harry Näpflin, der seinen 37. Geburtstag feierte. Scheiwiller kann nach seinem Sturz noch vom 19. Platz auf Platz 7 vorfahren und rettet damit gerade noch die Gesamtführung mit nur einem Punkt Vorsprung auf Bidart.
Challenger Das Zeittraining gewinnt, wie schon in Bière, Erich Felder vor Pierre Singele und Beni Kisseleff. Singele schnappt sich gleich zum Anfang Felder und gewinnt so mit einem (fast) Start- Zielsieg vor Felder Kisseleff und Michael Loner. Mike Baumgartner wird Fünfter. Im zweiten Lauf kommt Loner am besten weg aber Singele, der ehemalige Prestigepilot kann im Geländeteil in der Luft überholen und gewinnt auch den zweiten Lauf. Kisseleff stürzt im Gelände. Felder attackiert Loner auf den letzten Metern und schafft es mit 0.002s Vorsprung auf Platz 2 vor Loner, Kisseleff und Julien Minoggio.Rookies Bei den Rookies zeichnet sich ein Duell zwischen Kevin Tschümperlin und dem Deutschen Marc-Reiner Schmidt ab. Schon in Bière war die Luft zwischen den beiden Rivalen dünn. Im ersten Lauf erwischt Schmidt vom zweiten Startplatz hinter Tschümperlin den besseren Start und gewinnt mit kontrolliertem 3s-Abstand vor Tschümperlin. Im zweiten Lauf kommt Schmidt wieder besser weg. Diesmal aber kann Tschümpi wagemutig überholen. Als Schmidt in der Steilwandkurve im Gelände einen Blockpass versucht, hat Tschümpi den Plan durchschaut und reisst das Gas auf, wodurch die Feindberührung eher zum Nachteil von Schmidt ausfällt. Schmidt: "Die Stimmung unter uns ist nicht schlecht aber jeder möchte eben gewinnen... Trotzdem bleiben wir fair." Tschümpi gewinnt mit etwa einer Sekunde Vorsprung auf Schmidt. Der Deutsche Kevin Würterle wird zwei Mal Dritter. Schmidt führt im Zwischenklassement mit 23 Punkten Vorsprung auf Tschümperlin. Dritter ist Marcel Dörig, der vor Randy Götzl zwei Mal Vierter wurde. Promo In der Kategorie Promo gewinnt der Günther-Aslan Himsel mit einem zweiten Platz und einem Sieg. Zweiter im Tagesklassement wird Claudio Tomasina vor Christian Klipfel. Youngster Schnellster Youngster war Julian Meier vor Steve Freidinger und Maxime Lacour. Quad inter 450 Schnellster Quadpilot in der Kategorie Open Inter war der Franzose Mathieu Blanc vor Stéphane Morin, ebenfalls aus Frankreich. Marco Schifferle wird Dritter. Quad inter Open In der Kategorie Quad inter Open gewinnt der Schweizermeister Alfred Wolber vor dem Belgier Maxim Cluydts und Beat Zeller.
Quad National Schnellster in der Quadklasse für Einsteiger wird Kevin Büchler vor Roger Ammann und Raphael Cuche.
Die Resultate der Kids entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Download. Die kompletten Ranglisten des Supermoto Freiburg 2010 finden Sie oben auf dieser Seite oder unter Resultate.
Text und Bilder Paul Noy für www.supermoto.ch
|